Orthopädische Praxisklinik im Zentrum

 
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Ernährung

Im Knochenstoffwechsel spielen Kalzium und Vitamin-D eine besondere Rolle.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfielt eine ausgewogene Mischkost mit einer durchschnittlichen Kalzium Aufnahme von 1000 mg pro Tag. Nicht aufgeklärte Bevölkerungsanteile erreichen allerdings nur die Hälfte dieser Menge. Der Kalziumbedarf kann bei Schwangeren und Stillenden auf 1500 bis 2000 mg ansteigen. So wird zum Beispiel mit einem Liter Muttermilch zwischen 500 und 1000 mg Kalzium an den Säugling abgegeben.

 

Täglicher Kalziumbedarf

- Kinder u. Jugendliche 1200 mg

- Erwachsene 1000 mg

- Schwangere/Stillende 1500 mg

- Ältere Menschen 1500 mg

Gute Kalziumlieferanten sind bekanntermaßen Milch- und Milchprodukte sowie manche Gemüsesorten.

 

Kalziumgehalt Milchprodukte

- 0,5 Liter Milch

600 mg

- 2 Scheiben Schnittkäse

500 mg

- 1 Becher Joghurt (250g)

200 mg
 

1300 mg

 

Kalziumgehalt Gemüse (pro 100 g)

- Bohnen 45 mg
- Grünkohl 230 mg
- Fenchel 110 mg
- Broccoli 115 mg
- Lauch 120 mg
- Gartenkresse 215 mg
- Petersilie 245 mg
- Feige, getrocknet 190 mg
- Mandel 250 mg
- Sesamkörner 780 mg
- Haselnuß 225 mg

 

Eine wirksame Osteoporose-Prophylaxe kann bereits in der Kindheit und Jugend beginnen. Es gilt der Grundsatz: Milch statt Cola, Bewegung statt Computer!

Eine rein vegetarische Ernährung kann den Tagesbedarf von 1000 mg nicht sicherstellen. Neben Milch- und Milchprodukten kann die Kalziumbilanz auch durch Nutzung kalziumhaltiger Mineralwässer oder kalziumangereicherter Fruchtsäfte verbessert werden.

Wenn das Nahrungskalzium aufgrund von Milchunverträglichkeiten oder Milcheiweißallergie nicht genutzt werden kann, muß eine medikamentöse Kalziumzufuhr erfolgen.

Eine Überdosierung durch Nahrungskalzium ist nicht zu befürchten, da überschüßiges Kalzium entweder im Darm nicht resorbiert oder über die Nieren ausgeschieden wird.

Vitamin-D wird in Abhängigkeit des UVB-Anteils des Sonnenlichtes in unserer Haut gebildet, und anschließend in Leber und Niere in "aktives Vitamin-D" verwandelt. Dieses fördert die Kalziumaufnahme im Darm und den Kalziumeinbau in den Knochen.

Vitamin-D Mangel ist in den nördlichen Breitengraden vor allem während des Winters weit verbreitet. Ältere Menschen sind durch die Meidung der Sonne und verminderte Syntheseleistung der Haut auch in den Sommermonaten gefährdet.

Eine genügende Sicherstellung des täglichen Vitaminbedarfes durch die Nahrung ist nur möglich, wenn 2 mal pro Woche fettreicher Seefisch verzehrt wird. Ansonsten ist Vitamin-D-Zufuhr in medikamentöser Form notwendig.

Vorbeugende Maßnahmen

Unsere Knochen unterliegen einem ständigen Remodelling. Alter, spröder Knochen wird abgebaut und durch neuen, funktionstüchtigen Knochen ersetzt. Dies erlaubt die ständige Anpassung des Knochengewebes an veränderte Belastungen. Für diese Vorgänge wird ständig Kalzium benötigt.

Kalzium wird ebenfalls ständig während des Wachstums und bis die maximale Knochenmasse im Alter von 30 Jahren erreicht ist, gebraucht. Die Knochen enthalten dann ca. 1500 g Kalzium. Bei verminderter Kalziumzufuhr oder Stoffwechselstörungen wird an dieser Kalziumreserve gezehrt.

So erklärt sich z.B., daß durch jahrelangen ernährungsbedingten Kalziummangel Knochenstruktur abgebaut wird und dadurch Osteoporose entstehen kann.

Um dies zu vermeiden muß eine Prävention durchgeführt werden. Sie gilt für alle Knochengesunden, also auch für Kinder und Jugendliche.

Zwei Gesichtspunkte sind hier wesentlich:

Ernährung und

Bewegung

Beide Aspekte müßen in gleicher Weise beachtet werden und es gilt der Grundsatz: Essen und Trimmen - beides muß stimmen.

 

Bestimmung Ihres Osteoporoserisikos
mittels DXA-Messung

Wir machen mit – Aktion saubere Hände