Orthopädische Praxisklinik im Zentrum

 
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Schultergelenk-Arthroskopie

Stabilierung der Schultereckgelenkssprengung Typ Tossy 2 und 3 mit TightRope

   

Bild 1 • TightRope Prinzip


Bild 2 • Arthroskopisches Durchziehen des Implantats

Bild 3 • Arthroskopische Sicht auf den Kippdübel

Bild 4 • Post-operatives Röntgenbild

Schultereckkgelenkssprengungen finden häufig im Rahmen von Sportverletzungen, insbesondere nach Fahrradsturz, statt. Wenn die stabilisierenden Bänder so weit verletzt sind, dass das Schlüsselbein weit hochsteht (Tossy 2/3), ist es von Vorteil, das Gelenk wieder zu stabilisieren um langfristige Beschwerden im Schulterbereich zu vermeiden. Diese Operation wird meist noch offen und mit einer Hakenplatte durchgeführt, welche später wieder entfernt werden muss.
Es gibt heutzutage eine moderne, schonende, arthroskopische Operationsmethode die sehr gute Ergebnisse zeigt und i.d.R. ambulant durchgeführt wird. Hierbei werden die gerissenen Bänder durch ein Implantat ersetzt. Die TightRope besteht aus 4 speziell geflochtenen dicken Fäden, welche alle an einem Ende mit einem Kippdübel verbunden sind. Über einen kleinen Schnitt und unter Zuhilfenahme eines speziellen Zielgerätes wird unter arthroskopischer Sicht ein Knochenkanal durch das Schlüsselbein und das Korakoid (kleiner Knochenfortsatz unterhalb des Schlüsselbeins) gebohrt. Dann wird das Implantat von oben nach unten eingezogen bis der Kippdübel sich unterhalb der Korakoid verhakt. Dann wird das Schlüsselbein nach unten gedrückt in die gewünschte Stellung und das Band über einem kleinen Knopf verknotet. Meist werden 2 Implantate eingebracht um eine ausreichende Stabilität zu erreichen. Wenn diese Operation früh genug durchgeführt wird, vernarben die gerissenen Bänder wieder in der Korrekturstellung.


Bei veralteten Schultereckkgelenkssprengungen gibt es eine ähnliche Operationsmethode, bei der aber dann körpereigenes Sehnenmaterial benutzt wird.

Wir machen mit – Aktion saubere Hände