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Gicht – was ist zu tun? 

Die Gicht (Urikopathie) ist eine Stoffwechselerkrankung, welche durch einen erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) verursacht wird, welcher entweder durch familiäre Veranlagung oder durch unsere „moderne Lebensweise“ ausgelöst wird: übermäßige und falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Alkoholmissbrauch und vor allem Übergewicht.

Gestört ist der so genannte Purinstoffwechsel. Purine sind lebenswichtige Bausteine der Zellen des menschlichen Körpers. Wie bei jedem natürlichen Kreislauf werden die Purine zunächst produziert und später wieder abgebaut. Das Abbauprodukt des Purinstoffwechsels ist die Harnsäure. Normalerweise wird die Harnsäure problemlos über die Nieren, d.h. mit dem Urin, ausgeschieden. Das ist nicht der Fall beim Hyperurikämiker. Bei ihm ist die Harnsäure über die Norm hinaus im Blut vermehrt, dadurch bilden sich Ablagerungen von Harnsäurekristallen (Ureat) in Gelenken und Geweben. Nicht selten leiden Patienten mit Hyperurikämie und Gicht auch gleichzeitig an Bluthochdruck und Arteriosklerose, besonders oft auch an Diabetes, sowie erhöhten Blutfettwerten.

 

Symptome

Akut

Ein Gelenk wird ohne Verletzung oder eine andere nachvollziehbare Ursache hoch schmerzhaft, geschwollen und heiß. Heftige Schmerzen bei Berührung, ein gerötetes Gelenk, allgemeine Entzündungszeichen wie Fieber, vermehrte weiße Blutkörperchen und erhöhte Harnsäurewerte zeugen von einem akuten Gichtanfall.

Chronisch

Wenn mehrere Anfälle abgelaufen sind, entwickelt sich eine Arthritis urica. Das Gelenk wird zerstört, es zeigen sich Stanzdefekte in der Spongiosa, der Gelenkkopf sieht aus als sei er mit einem Bürolocher bearbeitet worden. Die Folgen sind häufigere Schmerzattacken, Harnsäurekristallablagerungen in Gelenken, Gelenkdeformationen, Nierensteine und Nierenversagen.

In 95% der Fälle liegt der Hyperurikämie eine Nierenfunktionsstörung zugrunde. Ursache hierfür kann ein Diabetes sein, da über längere Zeit ein zu hoher Blutzuckerspiegel die Blutgefäße schädigt, wodurch die Nierenfunktion beeinträchtigt wird. Außerdem schadet übermäßiger Alkoholgenuß.Diagnostik

Ein erhöhter Harnsäurespiegel lässt sich im Blut nachweisen. Dabei sollte man aber bedenken, dass der Blutspiegel, abhängig von dem, was gegessen oder getrunken wurde, recht schnell schwanken kann. Kommt es zu einem Gichtanfall, dann kann der Harnsäurespiegel im Blut schon lange wieder im Normbereich liegen, wenn der Arzt Blut abnimmt. Ein normaler Harnsäurespiegel in einem einzigen Laborbefund beweist nicht, dass keine Gicht vorliegt.

 

Therapiemöglichkeiten

a) bei einem akuten Gichtanfall

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR, z.B. Diclofenac, Ibuprofen):
    schmerzsenkend und entzündungshemmend
Colchicin: hindert Harnsäurekristallaufnahme
Cortison: starker Entzündungshemmer (Nebenwirkungen!!!)
 

b) bei chronischer Gicht

Ernährungsumstellung: Aufnahme purinreicher Nahrung vermeiden, Harnsäurespiegel regelmäßig kontrollieren

UrikosurikaI: Fördern Ausscheidung der Harnsäure, es gibt verschiedene Präprarate
   -Benzobromarom
   -Probenecid
 
Urikostatika: erzeit nur Allopurinol im Handel. Allopurinol konkuriert mit Produkten des Purinstoffwechsels um ein Enzym und bindet es nach erfolgter Reaktion fest daran. Dadurch blockiert es das Enzym und wirkt so als Inhibitor.
 
 

Harnsäurebildung durch Nahrungsmittel

 

Keine/wenig Harnsäure (0-50mg/100g):

Obst und Gemüse, Milch, Joghurt, Quark, Sahne, kaltgepresstePflanzenöle, Butter, Kartoffeln , Apfel, Vollkornprodukte, Weißbrot, Emmentaler Käse, Säfte, Molke, Früchtetee

 

Mittlere Harnsäuremenge (80-15mg/100g):

Hülsenfrüchte, Artischocken, Brokkoli, Mais, Paprika, Porree, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Spinat, Champignons, Schollenfilet , Bierschinken, Muskelfleisch( Rind, Schwein, Huhn und Wild) Hülsenfrüchte und Erdnüsse, Kaffee, schwarzer Tee

 

Hohe Harnsäuremenge (über 200mg/100g):

Reis, Forelle, Hering, Sprotten, Grillhähnchen, Leber, Niere Kalbsbries, Kernfleisch, Fleischbrühe, Schmalz, Suppenwürfel, Bäckerhefe = Bier!! Alkoholische und gezuckerte Getränke

 
Bei Unklarheiten oder Fragen können stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung!

Interessante Links

Info über Knorpeltransplantation

www.knorpelspezialisten.de

www.qkg-ev.de

www.cartilage.org 

 

Vorsorge und Gesundheit

www.vorsorge-online.de  

Medizinische Bibliothek

www.nlm.nih.gov 

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www.sedus.de   

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Infos über Hammerzehen

www.hammerzeh.com

 

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